
„Ich war selbst eine von ihnen“
Wie meine eigene Geburtserfahrung zur Geburtsstunde meiner Methode wurde.
Ich war selbst eine von ihnen.
Eine dieser Frauen, die mit einer Vision von einer sanften, selbstbestimmten Geburt in die Klinik geht – und mit einer Wunde zurückkehrt, die niemand sieht.
Ich hatte mich so gründlich vorbereitet: mit Achtsamkeit, Wissen, Vertrauen. Ich glaubte, dass, wenn ich nur genug verstehe, genug übe, genug atme, dann würde meine Geburt ein heiliger, natürlicher Prozess sein.
Aber das Leben hatte andere Pläne.
Als ich aus dem Kreißsaal kam, war ich Mutter.
Und gleichzeitig war ich gebrochen.
Nicht körperlich – das verheilt mit der Zeit.
Sondern innerlich. Ich hatte mein Leben verteidigt, meine Tochter geboren – und dabei ein Stück meiner Seele verloren.
Was danach kam, war kein Wochenbett. Es war ein Überleben. Ich funktionierte, stillte, kämpfte mich durch Tage und Nächte, durch Angst und Erschöpfung, durch Schmerz und Scham. Niemand nannte das, was mit mir geschah, beim Namen.
Ich sah in den Spiegel und erkannte mich nicht wieder. Ich war Therapeutin – und trotzdem fand ich keinen Weg aus der Dunkelheit.
Und genau dort, am tiefsten Punkt, begann etwas Neues.
Nicht sofort, nicht geplant, sondern leise – wie ein Atemzug nach einem langen Tauchen. Ich begann, meine eigene Geburt zu verstehen. Ich begann, zu spüren, was in mir noch unvollendet war. Und ich begann, mich selbst zu begleiten, so wie ich sonst andere begleitet hatte.
Was zuerst nur ein verzweifelter Versuch war, wieder zu leben, wurde zu einer Entdeckung: dass Heilung möglich ist, wenn wir dorthin zurückkehren, wo alles begann.
Aus dieser Erfahrung entstand etwas, das ich nie geplant hatte – eine neue Methode, geboren aus Schmerz, Intuition und einem tiefen Wunsch nach Frieden: die Rebirthing Child Therapy®.
Heute weiß ich:
Das, was mich beinahe zerbrochen hätte, war zugleich der Ursprung meiner größten Berufung. Ich habe aus der Wunde ein Wunder gemacht.
Und das ist die Geschichte davon – von mir, von den Frauen, die ich begleiten durfte, und von der unglaublichen Kraft, die in jeder Geburt, in jeder Mutter und in jedem Neuanfang liegt.
Deine Kristina

